Inspiration für eine vegane Hochzeit

Verliebt, verlobt, nachhaltig verheiratet – dieses Credo ist längst keine Trenderscheinung mehr. Ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen und umweltschonendes Denken gehört mittlerweile zu unserem Alltag dazu. Daher wollen viele Paare Nachhaltigkeit auch am eigenen Hochzeitstag integrieren. Der Trend kommt aus den USA und nennt sich Green Wedding – eine Symbiose aus ökologischem Fußabdruck und Romantik. Ihr wollt eure Hochzeit mit noch mehr Liebe und Herzblut planen, ohne dass am Ende große Mengen an Dekoartikeln, Gastgeschenken und Blumenschmuck im Müll landen? Ein kreatives Team aus Dienstleistern zeigt, wie eine Hochzeit ökologischer gestaltet werden kann oder wie sich das Thema „grün“ wie ein roter Faden durch das gesamte Hochzeitskonzept ziehen könnte. Die Idee, auch mal ressourcenschonende und vegane Hochzeitsideen zu zeigen kommt von Hochzeitsplanerin Julia von der Agentur Traumhochzeit Hamburg.

Neben wunderschönen Inspirationen gibt Julia praktische Tipps, um die Hochzeit noch grüner zu machen. Und auch Brautmode und Beauty kommen nicht zu kurz und werden von einer wunderbaren Botschafterin präsentiert. Vor der Kamera von The Saums steht die bekannte Hamburger Bloggerin und bride-to-be Charlotte Weise, die für einen nachhaltigen und veganen Lebensstil bekannt ist. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Felix führen uns die beiden durch eine inspirierende Bilderwelt mit grünem Charakter.


 

Location & Dekoration

Von der Location hängt die gesamte restliche Planung ab. Für eine nachhaltige Hochzeit solltet ihr euch zunächst Gedanken über die Anfahrtswege machen. Denn, wenn 150 Gäste eingeflogen werden müssen, ist das aufgrund des hohen CO2-Ausstoß nicht unbedingt umweltschonend. Bleibt bei der Location lieber in Deutschland oder Österreich und überlegt euch, wo eure Gäste herkommen und welcher Ort für alle am einfachsten zu erreichen ist, im besten Fall sogar mit Bus oder Bahn.

Eine Location im Freien klingt zunächst einmal nach einer ökologischen und grünen Variante, erfordert jedoch einen hohen Transportaufwand des Equipments wie Tische, Stühle, Catering, Deko, etc. Passender wäre ein schönes Bio Hotel, ein Biohof oder ein Bio Restaurant als Location, wo bereits alles vorhanden ist. Ihr spart stromfressende Heizpilze, Plastikzelte und habt im besten Fall einen Plan B, falls es regnet und ihr nach drinnen ausweichen müsst.

Deko soll Spaß machen und euer Hochzeitskonzept ausdrücken. Für eine „grüne“ Hochzeitsdeko könnt ihr gebrauchte oder in der Natur gesammelte Materialien integrieren. Auf Flohmärkten, Hochzeitsbasaren und in Facebook-Gruppen gibt es jede Menge Angebote für gebrauchte Hochzeitsdeko. Recycelte oder natürliche Dekoelemente sind ein Segen für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Blumengestecke aus Wildblumen, Holz, Stein und Muscheln eignen sich wunderbar für eure DIY-Deko.

 

Die Papeterie

Bei der Hochzeitspapeterie habt ihr verschiedene Möglichkeiten, um diese umweltfreundlich zu gestalten. Die ökologischste Variante sind elektronische Save-the-Date-, Einladungs- und Dankeskarten. Wenn euch das zu unpersönlich ist, könnt ihr eine Druckerei wählen, die mit umweltfreundlichem Recycling-Papier arbeitet. Im besten Fall ist das Papier FSC oder PEFC zertifiziert. Dann ist gewährleistet, dass es aus einem verantwortungsbewussten Forstbetrieb stammt.

Tipp: Informiert eure Gäste vorab in der Einladung, dass ihr eine nachhaltige Hochzeit feiert.

 

Kleid, Anzug und Ringe

Für nachhaltige Hochzeitskleidung solltet ihr darauf achten, dass das Brautkleid und der Anzug made in Germany sind. Im Optimalfall sucht ihr euch einen Schneider in eurer Region, der auf chemische Stoffe wie Polyester verzichtet und zertifizierte Stoffe aus fair gehandelten Rohstoffen verwendet. Wenn ihr unsicher seid, fragt ganz gezielt, ob die verwendeten Textilien GOTS oder IVN zertifiziert sind.

Ihr könnt euch auch überlegen, ob ihr euch ein Outfit leiht oder Hochzeitskleidung aus zweiter Hand erwerbt. Ein beliebter Trend sind Secondhand Brautkleider im angesagten Vintage-Stil. Anzug und Schuhe sollten so gewählt werden, dass sie auch im Nachgang noch getragen werden können. Achtet bei eurem Schmuck und den Eheringen darauf, dass sie aus einem fair gehandelten Material bestehen. Eine tolle Möglichkeit ist auch, die alten Ringe eurer Groß- oder Urgroßeltern zu recyceln. Lasst die alten Ringe vom Goldschmied einschmelzen und anschließend neu herstellen.

 

Menü, Catering und Hochzeitstorte

Gibt es bei euch in der Nähe keine Bio-Location oder solltet ihr euch für eine Eventlocation oder den eigenen Garten entscheiden, könnt ihr auch hier einige Dinge beachten, um eure Hochzeit nachhaltig zu gestalten. Erkundigt euch beim Caterer oder beim Veranstaltungsort, ob die Produkte aus der Region und in Bioqualität bezogen werden. Wählt hauptsächlich vegetarische, vegane oder saisonale Speisen. Auch eine vegane Hochzeitstorte steht einer Sahnetorte in nichts nach. Sollte etwas übrig bleiben, könnt ihr euren Gästen Lunchpakete mitgeben und Reste einfrieren.

 

Gastgeschenke

Kleine Give-Aways gehören als kleines Dankeschön oder Erinnerungsgeschenk für die Hochzeitsgäste dazu. Ein nachhaltiges Gastgeschenk könnte zum Beispiel eine Spende sein. Entweder von euch als Brautpaar oder ihr wünscht euch von euren Gästen eine größere oder mehrere kleine Spenden. So könntet ihr zum Beispiel eine Schule in der dritten Welt unterstützen. Eine schöne Idee für ein selbstgemachtes Gastgeschenk ist handgemachte, vegane Seife in die dekorative Blätter oder auch Aloe Vera eingearbeitet werden kann.

 

Die Hochzeitsreise

Last but not least solltet ihr eure Hochzeitsreise in Europa planen und euer Wunschziel im besten Fall mit dem Bus oder der Bahn anreisen können. Vielleicht ist sogar die Unterkunft Bio-zertifiziert? Wenn ein exotisches Ziel für euch unabdingbar ist, könntet ihr euren Jahresurlaub und eure Flitterwochen auf eine Reise legen und somit euren Urlaub verlängern und den CO2-Ausstoß verringern.

Mit kleinen Tipps und Tricks könnt ihr eure Hochzeit nachhaltiger gestalten oder eine komplette Green Wedding feiern und einen weiteren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt liefern. Die Faustregel ist, regionale Produkte und Dienstleister zu wählen. Floristen, Konditor, Fotograf und DJ befinden sich im besten Fall in der Nähe, um Transportwege zu verringern. Aber macht euch keine Sorgen, wenn eine hundert Prozent ökologische Hochzeit für euch nicht möglich ist. Denn wie heißt es in der chinesischen Weisheit: „Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.“

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