Frisch verlobt! Und jetzt?

Wir begrüßen das Hochzeitsjahr 2018 mit vielen neuen Bräuten! Du gehörst zu den Glücklichen, die über Weihnachten oder Silvester einen Antrag bekommen haben? Herzlichen Glückwunsch! Eine wundervolle, aufregende Zeit liegt vor dir! Freue dich auf eine spannende Reise in die zauberhafte Hochzeitswelt, mit kreativen Ideen, professionellen Dienstleistern und Brautmode mit WOW-Effekt. Viele Leserinnen haben diesen Tag bereits erlebt (siehe auch die beliebte Kategorie Echte Hochzeiten) und sind noch immer hier am Start. Es ist ja auch kein Wunder, heiraten ist so schön und ist man einmal in diesem Bann drin, kommt man nur schwer wieder raus.

Bevor du dich in die Hochzeitsplanung stürzt, mein bester Tipp: genieße diesen ganz frischen Moment! Du hast jetzt DEN Ring am Finger und damit das Symbol, dass deine große Liebe den Rest des Lebens mit dir verbringen möchte. Teilt diese wundervolle Neuigkeit zuerst mit euren engsten Menschen – Familie und Freunde sollten natürlich zuerst benachrichtigt werden. Mach ein Foto von deinem Ring, damit du dich immer an dieses besondere Gefühl erinnern kannst. Vielleicht gönnst du dir zu diesem Anlass auch eine schöne Maniküre, damit der Ring noch schöner strahlt. Schließlich wird das Schmuckstück in den nächsten Wochen stets und ständig gezeigt.

Vielleicht habt ihr auch Lust eine kleine Verlobungsparty zu schmeißen? Heiraten ist nämlich nicht nur am Tag X besonders, auch die Vorbereitungszeit ist geprägt von sehr viel Liebe, Freude und Möglichkeiten. Wie wäre es zum emotionalen Auftakt mit einem süßen Verlobungsshooting? Ein hübsches Accessoires dazu ist z.B. unser großer, kugelrunder Love Ballon. Die Fotos können dann unter anderem für die Save the Date Karten verwendet werden (dazu später mehr).

IT’S ALL ABOUT LOVE

 

DIE ERSTEN SCHRITTE

Die Verlobung wurde gefeiert, nun geht es los mit den ersten Steps Richtung Traumhochzeit. Doch wie fängt man die Hochzeitsplanung am besten an? Die Antwort: mit dem ersten groben Gerüst, also den wichtigsten Punkten, die zuerst geklärt werden müssen. Diese Punkte sind:

  • WANN wollen wir heiraten?
  • WO wollen wir heiraten? Erstmal der Ort, dann die Location
  • WIE wollen wir heiraten?
  • WIEVIEL wollen wir ausgeben? Die Durchschnittskosten einer Hochzeit liegen in Deutschland bei 15.000 Euro aufwärts.

Die ersten zwei Punkte sind dabei die wichtigsten, denn ihr müsst mit einem Planungsvorlauf bis zu 1,5 Jahren rechnen. Und ich will auch direkt bei der Wahrheit bleiben: leider sind auch die Vorlaufzeiten bei begehrten Dienstleistern und Locations immer länger. Heißt, schnell sein ist die Devise. Versucht die Grundpfeiler der Hochzeit (Ort und Datum) so früh wie möglich festzulegen. Wer mag, kann auch in diesem Stadium einen Weddingplanner mit an Board holen. Diese haben oft noch ein paar Geheimtipps in petto oder sind im wahrsten Sinne Türöffner zu einer gewünschten Location. Die Arbeit eines Hochzeitsplaners wird meist noch unterschätzt, ebenso wie die Planung der eigenen Hochzeit. Mein Tipp ist daher immer: umso weniger Zeit ihr selbst für die Planung habt, umso wichtiger ist ein Hochzeitsplaner. Diese Planer kann ich euch guten Gewissens empfehlen: Sarah Linow (Großraum Berlin und Mallorca), Fine Weddings (Hamburg und weltweit), Doreen Winking (Großraum München, Österreich).

Dreh- und Angelpunkt über den Umfang einer jeden Hochzeit: das vorhandene Budget. Wichtig: plant unbedingt Puffer ein, denn besonders zum Ende hin entdeckt man immer noch etwas an Details oder Deko. Auch DIY ist nicht immer unbedingt günstiger. Material und Zeit sind nur zwei zu nennende Punkte dabei. Wenn dann noch zwei linke Hände dazu kommen, macht das Ganze auch schnell keinen Spaß mehr. Bedenkt, dass eine Hochzeit im Regelfall immer teurer wird, als anfangs geplant. Daher ist das „Notfall-Budget“ sehr sinnvoll. Auch in Sachen Kosten ist Google leider nicht ganz auf Stand, denn die Preise die ihr dort findet sind alles andere als realistisch. Ihr findet dort unter anderem Preise für die Hochzeitstorte, die mit 300€ deklariert werden. DAS IST FALSCH. Damit will ich gar nicht sagen, dass ihr keine Hochzeitstorte für 300€ bekommt, aber zu 99% keine aufwändige Tortenkreation für 60 Gäste. Auf süss & salzig, einer der TOP Adressen in Deutschland findet ihr eine gute Preisübersicht. Auch das Thema Hochzeitsfotograf wird ganz oft unterschätzt. Auch hier fiel mir beim Googlen die Kinnlade runter. Preise von 600€ für eine Ganztagsreportage sind mehr als fern der Realität. Ich kenne keinen Hochzeitsfotografen, der für unter 1000€ überhaupt nur die Kamera anmacht. Damit will ich euch keinesfalls die Vorfreude auf die Hochzeit vermiesen, sondern gleich für realistische Erwartungen sorgen. Denn eins ist klar, eine Hochzeit mit einem gut durchdachten Budget zu planen macht einfach mehr Spaß. Wer andauernd von neuen Preishammern überrascht wird, der verliert nicht nur die Freude sondern auch Zeit, weil dauernd umgeplant werden muss.

Aber… schöne Hochzeiten lassen sich auch mit kleinem Budget zaubern. Dazu werde ich in Kürze in einem gesonderten Artikel mit vielen Tipps drauf eingehen. Wichtig sind dann die richtigen Stellschrauben, an denen man drehen kann. Eins vorweg: je weniger Gäste, desto günstiger wird im Durchschnitt auch die Hochzeit, denn so unromantisch das auch klingt, die Gäste bzw. das Catering/Location sind der größte Kostenblock. Macht euch also am besten bereits schon bei der Gästeliste Gedanken.

 

DIE SCHÖNSTEN IDEEN

Darauf freuen sich wohl alle frisch Verlobten am meisten (ok, am meisten die Bräute…): Ideen suchen ohne Ende! Die beliebtesten Quellen dafür sind Pinterest und Instagram. Und natürlich Blogs, denn hier könnt ihr noch tiefer eintauchen und bekommt mehr als schöne Bildchen. Der ideale erste Anlaufpunkt auf Frieda Therés ist dabei die große GALERIE. Dort könnt ihr verschiedene Hochzeitsstile kennenlernen und vorfühlen, was euch überhaupt gefällt. Kleiner Tipp: oft ist das erste Bauchgefühl richtig. In der Galerie könnt ihr zudem auch nach Jahreszeiten und Farben filtern, für eine Suche ganz nach euren Bedürfnissen. Viele weitere Ideen und Blogposts findet ihr in der Kategorie INSPIRATIONEN. Für viele brides-to-be ist es auch sehr hilfreich zu sehen, wie andere geheiratet haben. Dafür lohnt sich ein Blick in die ECHTEN HOCHZEITEN. Ganz häufig plaudern Bräute hier auch aus dem Nähkästchen und erzählen von ihrem großen Tag.

Viele nehmen sich auch jemanden für die Konzepterstellung zur Hilfe. Weddingdesigner sind spezialisiert auf die Ausarbeitung eines stimmigen Konzeptes und dekorieren auf Wunsch sogar am Hochzeitstag vor Ort alles wie geplant.


 

DAS BRAUTKLEID

Es ist einer der magic moments: das erste Mal im Brautmoden Atelier. Dieser Tag ist so besonders und ihr macht ihn euch noch schöner, wenn ihr euch darauf vorbereitet. Wichtig ist es beispielsweise einen Termin im Atelier zu machen, damit genug Zeit für euch eingeplant wird (mind. 1 Stunde). Einen guten Einblick in Designer und in Stilrichtungen findet ihr in der Kategorie BRAUTMODE. Viele Bräute tendieren vermehrt dazu Brautmode online zu kaufen. Meine Erfahrung dazu möchte ich kurz mit euch teilen. Grundsätzlich ist es vollkommen legitim, das Brautkleid online zu shoppen. Das gilt vor allem für zwei Szenarien: bei einem kleinen Budget und bei einem Kleid, das keine größeren Anpassungen benötigt. Bei einem kleinen Budget (unter 800€) ist es häufig ratsam sich in den großen Onlineshops umzuschauen und dort ein hochwertiges weißes Kleid zu kaufen. Die besten Adressen dafür sind: Zalando Premium, die ASOS Bridal Boutique, Shopbop Wedding Boutique und mytheresa.com. Dort bekommt ihr tolle Kleider im Preisrahmen (weit) unter 800€. Auch für die standesamtliche Hochzeit bestellen viele online, denn hier muss es nicht immer weiß sein. Viele Bräute entscheiden sich für ein schönes Blumenkleid, ein kurzes weißes Kleid oder auch für einen Jumpsuit. Ready to order Stücke der großen Onlineshops bieten da sehr viel Auswahl.

Hier noch meine liebsten Labels aus den Onlineshops:

Self Portrait hat sehr schöne, aufwändige Kleider im Preisrahmen von 250-600€. Im Sale sogar manchmal noch günstiger.

 
Das Berliner Label Ivy & Oak hat eine eigene Brautmodenkollektion, die bei 150€ aufwärts beginnt.

 

Wer das komplette Erlebnis möchte, wird bei einem Besuch in einem ausgewählten Store glücklich. So wie man es aus Filmen kennt, könnt ihr dort mit Begleitung alles anprobieren und euch auf den „Das ist es“ Moment freuen. Der Preisrahmen im Store ist entsprechend höher. Dafür müsst ihr hier natürlich auch das Rundum und den Service berücksichtigen. Das Brautkleid wird genau auf euch angepasst und häufig sind auch noch individuelle Änderungen wie Ärmel abnehmen etc. möglich.

Brautmoden Atelier oder Onlineshop ist somit letztlich nicht nur eine Frage des Geldbeutels, sondern auch des Anspruchs an Beratung, Kauferlebnis etc. Die schönsten Stores und Designer in Deutschland findet ihr im Anbieterverzeichnis Brautmode.

Weitere Lesetipps: Brautkleider online kaufen // Tipps vor dem Kauf // Das erste Mal im Brautmodenladen

Brautkleid von Anna Kara

 

DIE PAPETERIE

Ich würde jedem Paar, das das Hochzeitsdatum definiert hat, raten sich zuerst mit der Papeterie zu beschäftigen. Denn diese ist der erste Vorbote für die Gäste und sie muss als erstes verschickt werden. Sinnvoll sind Save the Date Karten, die gut und gerne auch schon ein Jahr im Voraus verschickt werden können. Mit einer Save the Date bittet ihr eure Gäste weit im Vorfeld sich diesen Tag freizuhalten. Besonders in den Sommermonaten ist eine Save the Date anzuraten. Etwa vier Monate vor der Hochzeit wird dann die Haupteinladung mit allen Details verschickt.

Warum ich die Papeterie so wichtig finde: sie bildet den roten Faden der Hochzeit maßgeblich mit. Sie ist stil- und farbprägend und rundet ein Hochzeitskonzept sehr schön ab. Daher ist es gut, wenn der Stil der Hochzeit mit der Finalauswahl der Papeterie weitestgehend steht. Viele Papeterie-Designer sind euch gerne bei der Auswahl behilflich. Auch hier gilt wieder: Beratung und Sonderanfertigungen sind teurer als selbstgestaltete Karten aus einem Onlineshop.

Viele Ideen rund um die Papeterie findet ihr in der GALERIE. Viele Anbieter (Onlineshops & Papeteriedesigner) findet ihr im Anbieterverzeichnis SELECTION. Eine süße Idee, die ich immer wieder gerne empfehle sind die individuellen Briefmarken der Deutschen Post. Damit bekommt die Hochzeitspost nochmal mehr Besonderheit.

Lesetipp: Vom Entwurf zur Karte – Tipps für die Hochzeitspapeterie

Papeterie von Bonjour Paper

 

DIE DIENSTLEISTER

Der wohl mit Abstand wichtigste Punkt für das Gelingen einer Hochzeit sind die richtigen Partner. Im Anbieterbuch findet ihr diverse Dienstleister aus allen Bereichen. Viele Dienstleister müssen frühzeitig angefragt werden, da die Vorlaufzeiten besonders zur Hochsaison sehr lange sind. Dazu zählen vor allem Hochzeitsfotografen. Aber auch in Sachen Hochzeitstorte sind Vorlaufzeiten von einem Jahr keine Seltenheit mehr, vor allem wenn man einen „begehrten“ Dienstleister möchte. Und dann wären da ja auch noch die Eheringe. Einer der wichtigsten Käufe, denn die Ringe sind eine Entscheidung für’s Leben. HIER findet ihr viele Schmuckdesigner die auch individuelle Ringe für euch anfertigen.

Bei den Hochzeitsdienstleistern gibt es starke Preisunterschiede. Überlegt daher genau, was euch besonders wichtig ist. Die Fotos, die Blumen, der DJ oder doch die Torte? Wählt nach Prioritäten die Dienstleister aus. Qualität und Professionalität haben ihren berechtigten Preis. Wichtig ist zudem das Bauchgefühl, das unbedingt mitmachen muss. Daher ist es ratsam sich mit den Dienstleistern auszutauschen und sie kennenzulernen. Ihr legt Teile eures ganz besonderen Tages in ihre Hände, da muss die Chemie stimmen, ebenso wie Verlässlichkeit.

Ein guter Tipp um in die Hochzeitswelt einzutauchen und viele Dienstleister persönlich kennenzulernen sind auch Hochzeitsmessen. Im Januar stehen einige Termine an: die Bube Dame Herz in Düsseldorf, das White Wedding Event auf der Maisenburg und Fest Versprochen in Stuttgart.

 

TIPPS

Abschließend möchte ich euch noch einige grundsätzliche Tipps für die Planungsphase mit auf den Weg geben. Der wichtigste vorweg: lasst euch nicht rein quatschen! Ich dachte eigentlich, dass dieses Verhalten nicht mehr so ausgeprägt ist, aber ich habe in 2017 häufig das Gegenteil erfahren müssen. Viele Brautpaare planen die Hochzeit nicht so wie es ihnen gefällt, sondern dem Umfeld. Ihr wollt keine kirchliche Trauung sondern eine freie Trauung? Macht es! Ihr wollt kein Brautkleid mit Reifrock? Dann tragt es auch nicht. Ihr wollt nur vegetarisches Essen anbieten? Euer gutes Recht! Ich war 2017 sehr erstaunt darüber, wie sehr sich andere Leute in die Planung einer Hochzeit einmischen. Das ist im Grunde erstmal nichts schlimmes und sicherlich meint es jeder gut. ABER, es ist nicht mehr gut gemeint, wenn Wünsche des Brautpaares knallhart übergangen werden! Wenn Bräute in Kleidern heiraten, in denen sie sich nicht wohlfühlen. Wenn Brautväter entrüstet sind über die fehlende Fleischauswahl.

Nichts liegt mir ferner, als die Leute zu belehren, aber ich muss es an dieser Stelle einfach loswerden: das geht nicht bzw. geht’s noch?! Jede Braut freut sich über Unterstützung und Tipps, aber nicht über Vorschriften. Geplant wird ein Fest, bei dem sich alles um die Liebe zweier Menschen dreht. Und genau diesen beiden muss es gefallen. Alles andere ist, sorry, egoistisch.

So schön das Thema Hochzeit auch ist, in all seinen vielen Facetten, von rosa bride-to-be Bechern bis hin zur personalisierten Serviette. Am Ende sind es schöne Beiwerke. Ich LIEBE all das, keine Frage, aber im Fokus steht das Brautpaar.

Also liebe Brautpaare, freut euch auf eine aufregende Zeit und genießt sie! Und wer weiß, vielleicht sehen wir eure Hochzeit ja auch ganz bald hier auf dem Blog.

 

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