Wenn Hochzeitsplaner heiraten

Jede Hochzeit ist ganz besonders, aber es gibt Hochzeiten, die mit einer extra Portion Spannung erwartet werden. Das ist immer dann der Fall, wenn jemand aus der Branche heiratet. Wenn es dazu noch eine Hochzeitsplanerin ist, die ihren großen Tag mit uns teilt, ist das doppelt so aufregend. Hochzeitsplanerin Isabel Merfort hat kürzlich an der Ostsee geheiratet und natürlich ist dabei der Aspekt der Hochzeitsplanung selbst interessant. Denn auch Isabel als Profi hat für ihre Hochzeit eine eigene Hochzeitsplanerin engagiert. Lena Herrgesell aus Berlin hat ihre Branchenkollegin bei ihrer Hochzeit unterstützt. Eine große Aufgabe, schließlich ist die hübsche Auftraggeberin nicht nur Braut, sondern auch selbst ein Profi in ihrem Gebiet. Wie geht man ran an die Sache, wenn beide Experten sind? Wie kann man als Profi loslassen, um den eigenen Tag in vollen Zügen zu genießen? Warum lohnt es sich überhaupt als Hochzeitsplanerin eine eigene Hochzeitsplanerin zu engagieren? Fragen wir die beiden am besten direkt:

Liebe Isabel, was hat dich dazu bewogen für deine eigene Hochzeit eine Hochzeitsplanerin und Zeremonienmeisterin zu engagieren?
Die Planung unser eigenen Hochzeit lief ziemlich nebenher und war immer hinten angestellt. Die Hochzeiten meiner Kunden gingen für mich als Hochzeitsplanerin einfach vor. 14 Tage vor unserer Hochzeit hatte ich noch eine große Hochzeit in Heiligendamm und eine Woche vor der Hochzeit noch eine vietnamesische Hochzeit mit 250 Gästen in Berlin.

Puhhh…ich hatte zwischendurch daher echt Panik, dass unsere Hochzeit ein Flop wird. Als Hochzeitsplaner war mir bewusst, dass wir einen Zeremonienmeister an dem Tag benötigen werden. Es war daher die beste Entscheidung, dass Lena Herrgesell zwei Monate vor der Hochzeit als Hauptzeremonienmeisterin dazu kam.

Was waren die größten Herausforderungen und wie war es für dich die Verantwortung abzugeben?
Wer hätte bei diesem mega Sommer geahnt, dass wir genau an unserem Tag so einen Wetterumschwung mit Regen, Sturm, Gewitter und einen Temperatursturz bis auf 18 Grad haben werden. Der gemeinsame Aufbau noch bei Sonnenschein und nur wenige Stunden später brach der Himmel über uns zusammen. Die Dispo/Ablaufplan konnten wir wortwörtlich über Bord werfen. Es musste Plan B ran, schnelle Entscheidungen mussten getroffen werden und alle Dienstleister umdenken. Eine große Herausforderung für einen Zeremonienmeister, der in der Planungsphase nicht involviert war sondern nur eine kurze Übergabe erhalten hatte.

Gott sei Dank waren wir auf alles vorbereitet und hatten ein tolles Team vor Ort, dennoch war es anders als geplant: Schnelligkeit, Flexibilität, Lösungsorientierung – die Eigenschaften eines perfekten Weddingplanners: Lena hat all das. Mir fiel es von Anfang an sehr leicht, die Aufgabe des Hochzeitsplaners an dem Tag abzugeben. Gegen Mittag zog ich mich zurück und habe ihr das Kommando übergeben – so konnte ich mich komplett in meine Rolle der Braut begeben. Ich hatte keine Sorge oder Ängste, dass irgendwas nicht funktionieren würde.

Auch der Wetterumschwung konnte mich nur wenig aus der Fassung bringen. Es ist wie es ist- wir kennen unsere Ostsee und lieben sie mit all Ihren Wetterfacetten. Trotz oder gerade wegen dem Wetter verlief unsere Hochzeit wunderbar. Wir haben das Fest mit all unseren Gästen in vollen Zügen genießen können und haben uns sehr umsorgt gefühlt. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl, es würde etwas nicht funktionieren oder es gäbe ein Problem. Für uns war alles perfekt und Lena hat einen großen Teil dazu beigetragen. Vielen Dank dafür! Wir würden alles genau so wieder tun!

Lena Herrgesell und Isabel Merfort

 

Liebe Lena, was war dein erster Gedanke, als Isabel, die ja selbst als Hochzeitsplanerin arbeitet, auf dich zukam, um deine Hilfe anzufragen?
Es ist die größte Ehre die Hochzeit einer Hochzeitsplanerin zu planen. Ich habe mich sehr auf die Zusammenarbeit gefreut, weil es von Profi zu Profi noch einmal etwas ganz anderes ist.

Gab es bei dieser Hochzeit spezielle Herausforderungen? Was hat die Hochzeit besonders gemacht? 
Wenn die Braut die man betreut selbst Hochzeitsplanerin ist, ist die Feier natürlich per se etwas ganz Besonderes. Toll war, wie schnell Isabel an ihrem großen Tag loslassen und das Zepter abgeben konnte. Sogar als das Wetter den beiden leider einen Strich durch die Rechnung gemacht hat: Die vielen Sonnenstrahlen des Sommers hat Isabel vermutlich für all ihre eigenen Brautpaare aufgebraucht. Trotzdem sind die beiden sehr entspannt mit der kurzfristigen Umplanung umgegangen. Anstelle sich die Laune verderben zu lassen, haben Isabel und Thomas um die Wette gestrahlt und das Beste daraus gemacht. Das hat der Stimmung der Hochzeitsgesellschaft sehr gut getan!

Die Hochzeit von Isabel und Thomas zeigt ganz klar, warum sich die Investition in einen Experten für jedes Paar lohnt. Es ist einfach unbezahlbar sich am Hochzeitstag gedanklich nur auf das Schöne zu konzentrieren und jemanden für Absprachen und schnelle Problemlösungen zu haben. Aber nun lasst uns eintauchen in diese wunderschöne, raue Naturkulisse, die das Brautpaar ausgewählt hat: die Ostsee. Beide lieben sie und verbringen mit ihrem kleinen Sohn Emil dort gerne Kurzurlaube. Auch die Frage aller Fragen hat Thomas seiner Liebsten dort gestellt. Also war schnell klar, dass die Hochzeit an der Ostsee stattfinden würde. Isabel hat ein komplettes Hochzeitswochenende geplant, das freitags mit einem Get together am Ostseestrand seinen Auftakt fand.

Der heiße Sommer in diesem Jahr ließ es zu, dass alle ganz gemütlich bis in den Abend draußen sitzen konnten. Auch die freie Trauung und die Feier wurden für den Outdoorbereich geplant. Am Hochzeitstag selbst, gab es noch während dem Getting Ready einen Temperatursturz, Sturmböen, Regen und Gewitter – das Wetter ließ nichts aus und die Planung musste kurzfristig geändert werden. Kein Problem, wenn man für solche Fälle vorgesorgt und zudem professionelle Unterstützung hat. Denn sind wir mal ehrlich, der Hochzeitstag ist zum Genießen und Erleben da, nicht zum Stressen und Organisieren. Isabel hatte mit Lena eine vertrauensvolle Koordinatorin am Start, die im Hintergrund dafür sorgte, dass alle diesen Tag absolut harmonisch und störungsfrei feiern konnten.

 

Das Brautkleid

Isabels bauchfreies Brautkleid ist so wunderschön, da muss definitiv ein näherer Blick drauf her! Dass es ein bauchfreies Kleid werden sollte, wusste Isabel bereits vor der ersten Anprobe, denn…

Zu unserer standesamtlichen Hochzeit im Januar 2017 war ich hochschwanger und kugelrund (eine Woche später wurde Emil geboren) – das Kleid war schön und ich sah als Schwangere ganz „okee“ aus – doch fühlt man sich nicht 100% vorteilhaft in diesem Umstand *haha*. Die Geburt, die körperliche Veränderung, der Start in die Selbständigkeit als Hochzeitsplaner all das rief in mir hervor, dass ich zu unserer Sommerhochzeit etwas ganz anderes tragen möchte – bauchfrei!

Die Suche nach dem perfekten, bauchfreien Kleid war anfangs gar nicht so einfach, da viele Kleider mir zu lässig oder nicht hochwertig genug verarbeitet waren. Ich wollte es elegant, schöne Spitze, Langarm und mit einem schönem Rock. Gefunden habe ich mein Traumkleid dann durch „Zufall“, als ich eine meiner Bräute zur Brautkleidanprobe bei Kathi von Das Brautzimmer begleitete. Sie hat wundervolle Kleider und nach dem Termin schlüpfte ich einfach in 2-3 Kleider und fand eines, welches sich sooo gut an mir anfühlte. Doch es war nicht bauchfrei… Kurzentschlossen, wir ließen dieses Model sonderanfertigen.

Man war das aufregend, ich hatte keine Ahnung, wie es letztendlich aussehen würde und dann folgte einige Monate vor unserer Ostseehochzeit die Anprobe und es war einfach perfekt!

 

Die freie Trauung

Die romantische freie Trauung fand in einem bereits vorbereiteten, lichtdurchfluteten Zelt statt, das bereits als Plan B für den Regenfall aufgestellt war. Auf einem Sofa genoss das Paar die Zeremonie. Mit dabei war natürlich auch der kleine Emil, der während der Trauung auf Mamas Schoß saß. Der große Traubogen mit vielen Blumen rahmte die kleine Familie im wahrsten Sinne feierlich ein – ein unvergesslicher Moment für alle Beteiligten!

Pünktlich zum anschließenden Brautpaar-Fotoshooting mit ihrer Hochzeitsfotografin Jeanine von Photopoetin klarte das Wetter wieder auf und bot den beiden Lovebirds eine sagenhafte Kulisse.

 

Let’s Party!

Aufgrund des heftigen Regens wurde der Aufbau der gesamten Feierlichkeit genau wie die Zeremonie in das Zelt verlegt. Wer jetzt an ein kleines Partyzelt denkt, irrt gewaltig, denn Isabel und ihre Hochzeitsplanerin Lena Herrgesell haben für den Regenfall eine super schöne „Räumlichkeit“ gezaubert, die sich sehen lassen konnte: der Holzboden, ein durchsichtiges Dach für viel Tageslicht und einen freien Blick auf den späteren Sternenhimmel,  viele Lichterketten und zwei Kronleuchter sorgten für ganz viel Gemütlichkeit und Atmosphäre. Hingucker im Raum waren die langen Holztafeln, an denen die Gäste auf modernen Ghostchairs platz nehmen durften.

Ein Highlight (nicht nur für die Kids) war die Donutwall, an der sich jeder nach Herzenslust an den bunten Gebäcken bedienen konnte. Auch Macarons, Cupcakes und viele weitere Sweets versüßten allen den schönen Tag.

Unter Lichterketten und weißen Konfettiherzen ging anschließend die Party ab! Groß und Klein tanzten gemeinsam bis spät in die Nacht. Hochzeitsfotografin Jeanine von Photopoetin hat den Tag in all seinen Facetten festgehalten und damit wertvolle Erinnerungen geschaffen. Lasst euch verzaubern!

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