Im Interview: noni

Für viele zukünftige Bräute führt der Weg zum Brautkleid nach Köln – direkt in das noni Atelier. Schlichte Eleganz, Frische und dezente farbige Details stehen bei den modernen Bräuten weit oben auf der Wunschliste. Und genau diese Wünsche werden durch die einzigartigen Kleider im noni-Look erfüllt. Grund genug einmal die beiden sympathischen noni Gründerinnen Johanne und Judith zum Gespräch zu bitten. Was inspiriert sie und wie arbeiten sie? Aber noch interessanter finde ich die Frage, welche Farben die nonis eigentlich privat lieben… Diese und weitere Antworten findet ihr im nachfolgenden Interview.

Das wunderschöne noni Atelier findet ihr in Köln. Alle weiteren Infos direkt unter noni. noni findet ihr zudem in unserer Selection.

noni johanne judith

noni – für viele Bräute steht dieser Begriff mittlerweile als Synonym für das Traumbrautkleid. Für alle, die noch nicht wissen, was noni bedeutet, könnt ihr uns den Begriff noni und seine Herkunft nochmal kurz erzählen?

noni stammt noch aus unserer gemeinsamen Kindergarten-Zeit. Damals hatten wir eine Geheimsprache  und noni war unser Wort für alles was wir wunderschön fanden.

Es begleitet und verbindet uns also schon fast unser ganzes Leben lang.

 

Gibt es eine „typische“ noni Braut und wenn ja, wie würdet ihr sie beschreiben?

natürlich, fröhlich, authentisch.

 

Was war eure Inspiration für die aktuelle Kollektion und wie hat sich euer Stil im Laufe der Jahre verändert?

Wir sind heute etwas verspielter aber auch mutiger als noch vor ein paar Jahren.

Unsere Kundinnen sind eine der größten Inspirationsquellen und das unglaublich positive Feedback ermuntert uns natürlich sehr, weiter neue Wege zu begehen. Wir hätten zum Beispiel nie mit dieser Welle der Begeisterung gerechnet, die Shelly ausgelöst hat. Wir hatten wirklich etwas Sorge, dass sie zu gewagt sei, ¾ Ärmel, hochgeschlossen, tiefer Rückenausschnitt, tea- length… Um so mehr freuen wir uns über die vielen Liebeserklärungen, die sie erhalten hat und weiterhin erhält.

 

Wie lange im Voraus sollte eine Braut zu euch ins Atelier kommen und wie lange dauert es, bis der Traum aus Stoff fertig ist?

Wir freuen uns über eine Vorlaufzeit von 5-6 Monaten, dann ist es für beide Seiten entspannt die Termine zu planen.

Allerdings ist bei uns fast nichts unmöglich und wir haben auch schon Bräute von einer auf die andere Woche beschneidert…da gehört dann allerdings auch etwas Glück zu :)

 

Welche Tipps könnt ihr den Bräuten geben, die mit Suche nach dem Hochzeitskleid loslegen wollen?

Am wichtigsten ist es dass man sich in seinem Brautkleid rundum wohl fühlt und sich auf keinen Fall verkleidet vorkommt! Das Kleid sollte bequem sein, Corsagen dürfen nicht rutschen, denn wenn es ständig irgendwo zwickt und zwack oder immer gezuppelt werden muss, kann man den Tag nicht nicht genießen.

Grundsätzlich ist es hilfreich wenn man sich darüber im Klaren ist was für eine Hochzeit man feiern möchte und was das Brautkleid mitmachen soll. Eine elegante, moderne Hochzeit bedarf eines anderen Kleides als eine Gartenhochzeit mit viel Tanz …

 

Verratet ihr uns euer persönliches Lieblingsmodell und das all-time Lieblingsmodell eurer Kundinnen?

Judith: mein Liebling aus der aktuellen Kollektion ist Insa, aber an Shelly kann ich mich nach wie vor auch nicht satt-sehen :)

Johanne: mein Lieblingskleid aus der Kollektion 2014 ist Madita. Aber tragen würde ich, wenn ich jetzt noch mal heiraten würde, wahrscheinlich Elli oder Lilo.

Das all-time Lieblingsmodell unserer Kundinnen ist sicher Lotte, allerdings ist sie eher der stille Liebling. Shelly ist die stürmische Herzensbrecherin und wird es wohl auch immer bleiben ;)

noni_lotteModell Lotte in Empire-Linie von noni

Welcher Schritt oder Moment im Entstehungsprozess eines Kleides ist für euch am schönsten?

Am schönsten ist es die Braut in ihrem fertigen Kleid zu sehen. Bei uns im Atelier beim Abholtermin aber ganz besonders auf einem Foto von ihrem großen Tag. Zu sehen wie sie strahlt und wie wunderschön sie in ihrem Kleid aussieht ist jedesmal magisch und hat uns schon oft die ein oder andere Träne vergießen lassen.

 

Ich finde den Beruf Designerin wahnsinnig spannend. Wie muss man sich das bei euch vorstellen? Gibt es auch so etwas, wie das „Mitten-in-der-Nacht Aufwachen“, weil man plötzlich eine Idee hat?

Johanne: Ja, das geht mir oft so. Oder ich muss mit dem Auto anhalten, um schnell eine Skizze zu machen. Das sammle ich dann über die Monate bis es endlich wieder Zeit wird, die neue Kollektion zu planen. Darauf freue ich mich immer das ganze Jahr.

Judith: manche Ideen kommen mir einfach so zwischendurch, die meisten aber sobald Johanne und ich uns zusammen setzen und einfach brainstormen. Unsere allererste Kollektion haben wir an einem einzigen Nachmittag entwickelt…und viel länger brauchen wir auch heute immer noch nicht. Der Feinschliff dauert dann natürlich schon nochmal einige Wochen und Monate und vieles wird verworfen und verändert.

 

Eure Kleider haben oft farbige Details. Was sind privat eure Lieblingsfarben?

Judith: ich mag am liebsten Blau, in sämtlichen Varianten :)

Johanne: momentan grau und gelb, das wechselt aber immer wieder.

 

Eure noni-Geschichte liest sich immer wieder zauberhaft! Wolltet ihr eigentlich schon immer Designerinnen werden oder hattet ihr auch mal andere Berufswünsche?

Judith: seit meinem 12 Lebensjahr wollte ich nie etwas anderes werden als Designerin, und auch seitdem schon immer meinen eigenen Laden haben.

Johanne: ich wusste lange nicht was ich werden wollte einfach weil ich dachte, man kann ja nicht einfach so einen Laden aufmachen und Kleider entwerfen. Irgendwann habe ich dann beschlossen, dass es einfach nichts anderes gibt was ich machen will und kann und ab da war es zwar ein langer, steiniger Weg aber heute werde ich jeden Tag dafür belohnt.

 

Was wäre eure persönliche Traumlocation für eine Hochzeit?

Judith: eine große alte Scheune mitten im Schwarzwald mit ringsum nur Feldern und Wiesen ;)

Johanne: Wenn ich noch mal heiraten würde, dann mit meinem Mann und meinen Zwillingen ganz alleine, weit weg an einem einsamen Strand. Vielleicht aber auch nur, weil es dann das zweite Mal wäre ;)

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