Daniela und Oliver

Ein Jahr Planung, Vorbereitung, Spaß und auch ein bisschen Stress liegen hinter uns. Und wir haben jeden Moment genossen! Wenn ich von unserer Hochzeit berichte, berichte ich nicht nur von einem unvergesslichen Tag sondern von einem ganzen Jahr, so viel Zeit haben wir nämlich mit Vorbereitung und Vorfreude verbracht.

Für uns stand schnell fest, dass wir in unserer Dorfkirche heiraten wollen. Schließlich wurden wir hier schon getauft und konfirmiert außerdem ist sie wunderschön und hat unglaublichen Charme.

Unsere Standesamtliche Trauung haben wir heimlich geplant. Knapp 10 Monaten vor der Kirche haben wir uns heimlich, still und leise und ganz alleine das Jawort auf Langeoog gegeben. Das war eine tolle Erfahrung denn an diesem Tag konnten wir uns ganz auf uns konzentrieren. Zu unserer kirchlichen Trauung haben wir dann alle unsere Freunde, Familien und Menschen die uns in unserem Leben begleitet haben eingeladen. Wir haben in einem tollen alten Rittergut gefeiert und jeden Moment mit unseren Gästen genossen.

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Stoffe und Bänder

In den ersten Planungen habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich meine Traumhochzeit nur bekomme wenn ich viel selber mache. Die meisten Dekorationen passten irgendwie nicht zu uns. Also haben wir überlegt was denn überhaupt zu uns passt. Da ich viel Zeit an meiner Nähmaschine verbringe sind wir sehr schnell auf Stoff gekommen. Am besten einen aus Spitze da er Romantik und ein bisschen Vintage-Gefühl vermittelt. Also haben wir metterweise Spitzenstoff gekauft und die Schere angesetzt. Auch ein bisschen Farbe haben wir ins Spiel gebracht um den Frühling miteinzubeziehen. Die aus Stoffbahnen und grobem Seil gefertigten Girlanden haben wir als Deko im Garten des Rittergutes zwischen zwei Bäume gespannt, auch das Auto bekam den letzten Schliff durch diese Bänder. Um auch in der Kirche nicht auf Stoff verzichten zu müssen haben wir Bäume den Gang entlang mit Spitzenband an den Bänken fest gebunden. Selbst unsere Fotobox bekam durch eine Girlande das gewisse Etwas.

Das Thema Nähen kam dann bei den Gastgeschenken zum Tragen. Alle weiblichen Gäste haben eine Taschentücherbox mit unserem Namen und Hochzeitsdatum bekommen. Für die Männer gab es Zigarren. An jedem Geschenk war ein Zettel mit der Aufschrift „Schön, dass du da bist“, wir wollten dass sich alle Gäste sofort willkommen fühlten.

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Das Kleid, die Blumen …

Mein Kleid habe ich schon nach wenigen Anproben gefunden (auch wenn es ganz anders war, als ich es mir vorgestellt hatte). Allerdings wollte ich auch hier meine Note einbringen, also wurde kurzerhand der Glitzerschmuck entfernt und anstatt dessen ein schwarzes Spitzenband angebracht. Auch den Haarreifen habe ich aus einzelnen Elementen selbst zusammengestellt und mir nach meinen Wünschen anfertigen lassen.

Die passenden Schuhe hat mein Mann für mich entdeckt, auch wenn er nicht wusste wie mein Kleid aussieht war ihm klar, dass es etwas Außergewöhnliches sein muss.

Bei der Wahl meines Brautstraußes habe ich mich sehr schwer getan, also habe ich mir für den Hochzeitstag noch einen anfertigen lassen um mich spontan entscheiden zu können. Entschieden habe ich mich aber letztendlich für meinen aus Broschen selbst gemachten. Im Vorfeld habe ich auf Flohmärkten und in verschieden Geschäften alles zusammen gesucht, was mir ins Auge gestochen ist. Außerdem haben einige Familienmitglieder mir welche dazu gegeben, so hatte ich alte Broschen meiner Großmütter, Mutter und Schwiegermutter dabei. Auch mein Mann hatte an seinem Anstecker eine Brosche.

Die Kirche:

Die kirchliche Trauung war sehr persönlich der Pastor hat eine Rede gehalten, in der wir uns total wieder erkannt haben. Den Gang zum Altar haben meine Mutter und die Floristin geschmückt, so hatten wir zwar eine Ahnung was uns erwartet, waren aber trotzdem sehr überrascht.  Die Trauung war sehr festlich und durch ein paar persönliche Beiträge ergänzt, so hat mein Patenonkel das Fürbitten gebet gesprochen und die Schwester meines Mannes hat uns ein paar Glückwünsche mit auf den Weg gegeben.

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Die Feier und Dekoration:

Schon in der Kirche wurde mit kleinen Papierlampions geschmückt, ich finde sie wirken immer ein bisschen romantisch und verspielt. Also haben wir auch an die alten Balken in unserem Saal große Papierlampions gehangen. Auf den Tischen waren alte Bücher – zusammengebunden mit Spitzenband –  ausgelegt, die Blumen standen in Einmachgläsern und waren wild zusammengesteckt.

Leider war das Wetter an diesem Tag nicht ganz so beständig, also mussten wir den Empfang nach drinnen verlegen. Das hat der Stimmung aber keinesfalls geschadet, denn so waren alle zusammen. Während der Feier hatten unsere Freunde einen kleinen Auftritt für uns vorbereitet. Das schöne war, dass sie sich genau an unsere Vorgaben gehalten hatten, wir wollten eine Feier bei der alle Spaß haben und nicht eine Aktion nach der Nächsten.

 

Kuchenbuffet:

Die letzten zwei Tage vor der Hochzeit habe ich mit Backen verbracht, ich wollte keine Hochzeitstorte sondern viele Kleinigkeiten bei denen jeder etwas findet, das er gerne mag. Also habe ich mit ein paar helfenden Händen viele kleine Köstlichkeiten gezaubert. Auf der Feier wurden wir dann noch mit einer Hochzeitstorte überrascht, so war wirklich für jeden etwas dabei.

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Unsere Lieben:

In diesem einen Jahr haben nicht nur mein Mann und ich viel Zeit miteinander verbracht, sondern auch viele andere Personen die uns viel Geduld und Zeit geschenkt haben. Da wir so viel selbst gemacht haben, habe ich einen Basteltag einberufen und meine Mädels und Mutter haben mich tatkräftig unterstützt.

Ich fand den amerikanischen Brauch, dass alle Brautjungfern dasselbe Kleid anziehen irgendwie schon immer sehr beeindruckend. Zuerst war ich skeptisch, ob das auch wirklich funktioniert, aber alle haben mitgemacht und sich ein wunderschönes Kleid ausgesucht. Um ein Stück von mir bei sich zu haben, habe ich aus dem Rest meines Brautkleides Gürtel für die Kleider meiner Brautjungfern nähen lassen.

Für andere Bräute:

Wir wollten uns an diesem Tag nur mit Menschen umgeben, die wir gerne mögen und die uns Freude bereiten. Aus diesem Grund haben wir uns intensiv mit der Suche, z. B. nach einer Fotografin, beschäftigt bis wir die Richtige gefunden haben. Im Nachhinein sind wir sehr froh, dass wir das getan haben. Denn so war der Tag von Anfang an sehr entspannt.

Außerdem sollte man jeden einzelnen Tag genießen, denn der Hochzeitstag ist so schnell vorbei, dass man auch von all den anderen wunderbaren Momenten eine bleibende Erinnerung hat.

Fotografin: Stennie Photographie
Kleid: Modeca
Location: Rittergut Großgoltern
Schuhe: Menbur
Haarschmuck: DIY
 
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