Christina und John

Das Schöne an Berlin ist die Vielfalt – das sagt so gut wie jeder, der in dieser wunderbaren Stadt lebt. Diese Vielfalt zeigt sich natürlich auch in den Hochzeiten. Berliner heiraten sehr individuell und frei von Konventionen. Eine Hochzeit, die mich sofort berührt hat und die den Berliner Spirit wunderbar widerspiegelt, ist die von Christina und John. Beide sind in der Hauptstadt zuhause, lieben aber auch das Reisen und entdecken gerne neue Kulturen und Länder. Dabei verbindet Christina das Schöne am Reisen mit ihrer Arbeit als Life Coach und Reiki-Lehrerin für ihr Unternehmen Retreat Berlin.

Kein Wunder also, dass auch die Hochzeit der beiden an einem bereichernden Ort stattfinden sollte. Einem Ort, mit dem sie ganz viel Lebensfreude, Erinnerungen und positive Energie verbinden. Gesucht und gefunden haben die zwei Wahl-Berliner dieses Fleckchen Erde in Montauk, New York.

Die ganze Geschichte dazu und wie die beiden ihre Hochzeit in New York von Berlin aus geplant haben, könnt ihr direkt nachfolgend lesen.

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Liebe Christina, von Berlin nach New York – so in etwa könnte eure Hochzeitsgeschichte beginnen. Was hat euch dazu bewogen, in Montauk, New York zu heiraten und nicht in der Heimat?

Ein Wort: Spontanität! Es gibt den ein oder anderen Ort, an dem sowohl ich als auch mein Mann uns sehr wohl und heimisch fühlen. New York beispielsweise, wo wir zur Jahreswende einige Monate verbracht haben. Bei einem Kurztrip nach Montauk Ende 2014 gab es für uns beide plötzlich dieses Kribbeln und Gefühl: Hier könnten wir eigentlich auch heiraten, dieser Ort hat etwas Magisches. Selbst im Winter, mit Schnee und Kälte verbreiten die bunten Holzhäuser inmitten des Naturschutzgebietes totalen Charme. Ein kleines Surferparadies mit traumhaften Stränden, Dünen und köstlichem veganem Essen. Wir haben uns vom Fleck weg in den Ort verknallt. Der offizielle Antrag kam etwas später. Und dann ging alles ziemlich schnell, denn eine lange Verlobungszeit wollten wir beide nicht.

Wie habt ihr die Hochzeit aus der Ferne organisiert?

Das war deutlich leichter als gedacht. Uns war von Anfang an klar, dass es nur ein kleiner Rahmen sein sollte. Kein Stress, keine Organisation und letzte Zweifel, ob auch jedem der vegane Kuchen schmeckt, es alle gut haben und wem wir noch nicht hallo gesagt haben. Wir wollten keines dieser erschöpften Paare sein, das am Ende des Tages ihre eigene Hochzeit nicht wirklich genießen konnte. Unser Wunsch war ein Fest für uns, authentisch, mit viel Raum für gemeinsame Momente und Nähe. Die große Sause mit unseren Lieben sollte anschließend kommen und eine Überraschung sein. So entstand die Idee, dass wir einfach durchbrennen. Nur der engste Kreis wusste von unserer kleinen Liebesaktion. Etwa vier Monate vor der Hochzeit haben wir online nach dem passenden Angebot in der Nähe von Montauk geschaut. Die großen US-Blogs helfen da natürlich. Bei unserer Fotografin, dem Videographer und meiner Visagistin haben wir zielgerichtet nach Leuten gesucht, die sich auf kleine Hochzeiten und Destination Weddings spezialisiert haben. Da hilft Instagram total mit der Suche.

Nach einigen Skype Calls zwischen Berlin und New York war schnell klar, wer unseren Vibe spürt und dabei sein sollte. John und ich sind dann kurz in die verrückte Pinterest-Welt abgetaucht, haben Wünsche, Ideen und Inspiration gesammelt, geheime Moodboards erstellt, eine Spotify-Playlist mit Songs der 70er angelegt und einige Abende über viel zu kitschiger Hochzeitsinspiration verbracht, gefiltert und diskutiert, bis wir unseren Stil klar hatten. Zum Schluss blieb dann ein Moodboard übrig, das wir mit unserem “Secret Wedding Team” geteilt haben. Heute können wir sagen: Wir hatten das beste Team der Welt! Nicht nur die Leute, die wir ausgewählt haben, sondern auch das Team vor Ort im Ruschmeyers. Es war einfach total rund und wir hatten solchen Spaß miteinander. Der Tag mit so viel Lachen, Liebe und Herzensfreude wird uns immer in Erinnerung bleiben!

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Zu meinem Kleid: Wir spürten von Anfang an, dass unsere Hochzeit lässig und entspannt sein sollte – eben genau wie der Vibe in Montauk. Wir wollten uns auf keinen Fall fühlen, als hätten wir uns als Brautpaar verkleidet. Bei John war die Anzugfrage recht leicht. Er vertraute seinen zwei liebsten Designern und schnell war seine Auswahl auf drei Optionen minimiert, die alle fantastisch an ihm aussahen. Ich hingegen hatte 100 Ideen im Kopf. Nachdem ich zwei Brautläden in Berlin besucht hatte, war ich allerdings ziemlich entsetzt und ratlos. Ich wollte weder eingeschnürt noch hochtoupiert werden, sondern einfach ich selbst sein. Und bezahlbar sollte es auch noch bleiben. Es gab bereits seit einigen Jahren ein tolles Kleid in meinem Schrank, dass ich total liebte, zart weiß und bestickt, folkloristisch und doch schlicht. Bisher hatte ich es noch zu keinem passenden Anlass tragen können, doch immer, wenn ich es sah, fühlte ich: das bin ich! Also zog ich das gute Stück daheim vor dem Spiegel an. Ja, wirklich. Das war´s. Das eine. Kein anderes. Ich fühlte mich wunderschön. In meinem Kopf und für mein Ego durfte ich dann noch einmal lernen, was es heißt, dem eigenen Gefühl und Herzen zu folgen, statt einer fremden Vision vom Hochzeitskleid. Ich würde in einem Kleid von Mango heiraten. Voilà. Kurze Zeit später traf ich dann Jil von Kopflegenden und wir entwarfen einen fantastischen Blumenkranz, den ich zusätzlich zu meinem Schleier aus Barcelona tragen wollte. Das Passende für drunter fand ich bei Grace loves lace. Schuhe brauchte ich nicht – ich wollte barfuß heiraten.

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Auch wenn sicherlich alles rundum emotional war, gab es etwas an eurem Hochzeitstag, das euer Herz ganz besonders berührt hat?

Unsere Trauung in der Natur unter einem alten, wunderschönen Baum voller weißer Lampions war sehr berührend und romantisch. In den USA ist man viel freier, was die Trauung angeht. Wir konnten alles genau so gestalten und in Worte fassen, wie es für uns stimmig war – inklusive vieler Naturelemente und Segnungen, die wir einbezogen haben. Das war ein Traum, völlig pur und wir! Ebenso berührend war der Moment, als plötzlich eine Schwanenfamilie mit drei kleinen Jungen vorbei kam – wie bestellt und völlig kitschig!

Was würdet ihr Paaren empfehlen, die ebenfalls eine Hochzeit fern der Heimat planen?

Relax! Es lässt sich alles bis zu einem bestimmten Punkt planen, doch der Prozess soll Freude bereiten und nicht in eine Doktorarbeit ausarten. Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Team so toll funktioniert hat, weil wir unserem Instinkt vertraut haben, statt alles noch unzählige Male neu zu überdenken. Ab einem bestimmten Punkt ist es wichtig, loszulassen. Ein bisschen Arbeit kommt in den USA nachträglich hinzu, da man eine Apostille braucht, damit die Ehe auch in Deutschland anerkannt wird. Doch nach einem halben Tag beim Amt ist auch das erledigt oder man bezahlt dafür extra einen Wedding Planner.

 

Fotografin: Bethany Michaela

Haare & Make-up: Aña Monique

Nageldesign: Mei

Officiant: Sarah Gutman

Locations: Ruschmeyers Hotel in Montauk / La Brisa / Surf Lodge

 

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