Muss man es bei der eigenen Hochzeit allen recht machen?

Heute möchte ich euch gerne Anja vorstellen. Anja schreibt nicht nur mit Leidenschaft den Blog Glückseeligkeit, sie heiratet auch in diesem Jahr!! Damit ist sie hier natürlich genau richtig! In der nächsten Zeit wird sie uns mit Kolumnen an ihren Gedanken und Wünsche auf dem Weg zu ihrer Hochzeit teilhaben lassen. Los geht es heute mit einer Kolumne zum Thema „Ansprüche der anderen“ oder besser gesagt der Frage: Muss man es immer allen recht machen, wenn es um die eigene Hochzeit geht? Wie seht ihr das?

glueckseeligkeit Anja von Glückseeligkeit

 

Wer schreibt hier?


Liebe Bräute, ich bin Anja, 28, vom wunderschönen Bodensee, wenn ich nicht gerade Hochzeiten plane oder darüber schreibe bin ich Lehrerin. Und Ponyliebhaberin. Quirlig. Perfektionistisch. Inspirierend. Enthusiastisch. Begeisterungsfähig. Glücklich. Besonders seit dem ich den Lieblingsmann an meiner Seite habe. Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen ist neben dem Segeln das Reisen. Oft, gern, viel und weit weg. Zudem bin ich ein absoluter Designliebhaber und verliebt in die Farbe Mint.

Auf Frieda Therés nehme ich euch in meiner kleinen persönlichen Kolumne mit auf meiner Vorbereitungsreise zum großen Tag. Welche Gedanken mich in dieser spannenden Zeit beschäftigen, welche Stoplersteine den Weg zur Traumhochzeit pflastern, welchen lustigen, komischen und irritierenden Kuriositäten man sich als werdende Braut stellen muss.

Ich bin weder Weddingplanerin, noch habe ich ein Patentrezept für eine gelungene Hochzeit und noch weniger soll es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung sein. Ich bin eine von euch, ihr lieben Bräute und möchte euch einen kleinen Einblick geben, damit ihr euch in eurer Vorbereitung hoffentlich das ein oder andere Mal mit einem Schmunzeln wiederfindet.

naked cake rosa (2)

 

Was uns wirklich wichtig ist oder der Wunsch und Drang, es allen recht machen zu wollen.

 

Das Gute an der ganzen Hochzeiterei ist ja: Es gibt (grundsätzlich) kein richtig und kein falsch. (Aber wehe dem, der in einem selbsternannten „Hochzeitsforum“ die falsche Frage stellt. Bräute mit kritischen Fragen oder auch nur vorsichtigem „in Frage stellen“… Uiuiuiuiu, was hab ich mich nicht köstlich amüsiert, auf meiner langen Recherche der Vorbereitung). Und doch kann man so viel falsch machen. Falsch für einen selber. Falsch für die Familie. Falsch für die Verwandtschaft. Falsch für irgendwelche gesellschaftlichen Konventionen.

Was hab ich sie alle belächelt. „Da muss die Susanne doch tatsächlich diesen Cousin mit seinen 13 Kindern und 4 Exfrauen einladen, nur weil Großtante Elfi das will“ und dergleichen. Steckt man mitten drin, sieht man das alles plötzlich mit ganz anderen Augen. Bevor es an das Planen geht sagen alle „ihr macht das wie ihr wollt, wir reden euch da nicht rein“. Aber wie viel Freiheit bleibt dem Brautpaar am Ende dann tatsächlich, damit die Hochzeit zu dem wird, was sie sich als Paar wünschen? Wo lassen sich vertretbare Kompromisse finden, dass auch Oma Erna und Onkel Hans-Jörg happy sind? Man hat sein Konzept, bleibt sich treu und kommt irgendwann an einen Punkt, wo man sich sagt „tut es mir weh, wenn die Hochzeitstorte nun 3 statt 2 Stöcke hat, weil es der Oma auf Grund der Familientradition wichtig ist? Stört mich der Großonkel aus dem Harz vielleicht doch nicht so sehr, wenn damit der Familienfrieden hergestellt ist? Können wir es als Paar vertreten, doch in einer Kapelle zu heiraten statt unter freiem Himmel, wenn uns verschiedene Ämter zu viele Steine in den Weg legen?“

Hochzeiten sollen ein wundervoller und unvergesslicher Tag werden. Natürlich in erster Linie ganz egoistisch für einen selber. Aber ist man als Brautpaar nicht erst dann völlig glücklich und zufrieden, wenn man neben dem Ring am Finger am Ende des Tages überglückliche Gäste hat? Ich kann noch so viele Pompoms aufhängen, Törtchen servieren und die exquisitesten Bands spielen lassen, letztlich ist es mir wichtig, dass sich alle rundherum pudelwohl fühlen. Wir haben als Paar letztlich folgendes beschlossen: Es gibt Dinge, die sind uns wichtig. Da sind wir auch nicht bereit von abzuweichen, weil das WIR sind und das unsere Hochzeit ausmacht. Aber es gab auch Punkte, wo wir bereit sind, Familie und Freunde glücklich zu machen, ohne uns selbst dabei zu verlieren. Ich denke, das ist es doch letztlich, um was es geht. Sich selber treu bleiben und eine für alle harmonische und in Erinnerung bleibende Hochzeit zu kreieren, an die sich alle lange und mit einem Lächeln zurückerinnern.

naked cake Hochzeit

Fotos Torte: Fräulein Wunschfrei

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