6 Dinge, die ich durch das Bloggen gelernt habe

Bevor morgen das Jubiläumsgewinnspiel mit fünf tollen Gewinnen online geht, plaudere ich heute nochmal etwas aus dem Bloggernähkästchen, denn die letzten fünf Jahre haben mich auch in meiner persönlichen Entwicklung sehr geprägt. Ich habe zurückblickend viele Steps durchlaufen, die sich erst durch das selbstständige Arbeiten so richtig aufgezeigt haben. Und das Schöne ist, diese Dinge sind nicht nur für Blogger hilfreich, sondern auch für alle anderen, die selbst und ständig arbeiten und jetzt kommt’s, sogar für alle, die in ihrer Hochzeitsplanung stecken.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder Fragen bekommen. Emails von Bräuten in spe, die sich gefühlt im Kreis gedreht haben, Entscheidungsschwierigkeiten hatten und und und… Aber auch immer wieder die Frage nach Tipps von Gründern, die in den Hochzeitsmarkt wollen. Natürlich gibt es nicht das pauschale Erfolgsrezept, aber es gibt wie ich finde einige persönliche Punkte, die man sich immer wieder vor Augen halten sollte.

blumenstrauss

GEDULD

Geduld ist für mich ein ganz heißes Eisen, denn nach wie vor bin ich sehr ungeduldig. Am liebsten würde ich viele Ideen auf einen Schlag umsetzen und bin dann enttäuscht, wenn etwas nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Arbeit mit Frieda Therés hat mir aber besonders in den letzten Jahren geholfen zumindest mehr innerliche Ruhe zu entwickeln und zu erkennen, dass mich Ungeduld nicht wirklich weiterbringt. Im Gegenteil, sie frisst Energie. Aber, und das gebe ich zu, sie ist sehr schwer abzulegen. Mittlerweile hilft mir dieses „Mantra“, wenn akute Ungeduld im Anflug ist: es ist wie in der Liebe, sie entwickelt sich im Regelfall auch nicht von heute auf morgen. Aber am Ende ist sie wunderschön.

 

BEGEISTERUNG

Kurzum: ohne Begeisterung für das was man tut, wird’s schwierig. Gerade zu Beginn muss man das Ziel immer wieder vor Augen haben, damit man durch diese Begeisterung weiter angetrieben wird. Woran man schnell merkt, dass einen die Sache begeistert? Wenn man sich darauf freut, wenn der Montag nicht schlimm ist, wenn man am liebsten non-stop damit beschäftigt wäre, wenn man nur schwer ein Ende findet, wenn die Zeit rasend schnell vergeht… Ihr merkt, da steckt verdammt viel LIEBE drin, denn da ergeht es uns genauso.

 

AUF DIE EIGENEN WÜNSCHE HÖREN

Eigentlich sehr simpel, aber nach wie vor nicht der Regelfall, denn viele unterwerfen sich nach wie vor sehr stark den Wünschen anderer. Das gilt für viele Paare in der Hochzeitsplanung, wo ich jedesmal wieder denke „Leute, es ist EURE Hochzeit!“ aber auch im Berufsleben.

Als ich meinen guten Job aufgegeben habe, wurde ich mit fragenden Augen und suptilen „Wie kannst du nur Blicken“ angeschaut. „Nur zwei Jahre nach dem Studium! Du findest keinen Job mehr, du verlierst den Anschluß!“ Diese Sprüche kamen im Regelfall von Menschen, die im eigenen Job selbst nicht happy waren. So etwas kann sehr verunsichernd sein, aber ich finde, es gibt Momente im Leben, in denen muss man sich selbst positionieren und vor allem für sich selbst entscheiden.

 

DEM BAUCHGEFÜHL VERTRAUEN

Knüpft eigentlich direkt an den vorherigen Punkt an, denn das Bauchgefühl ist wie ich finde der beste Berater, wenn es um weitreichende Entscheidungen geht. Denn es verrät uns, was wir wirklich wollen. Daher: wenn die innere Stimme mit einem spricht, gut zuhören! Das Bauchgefühl hat mir in den letzten Jahren bei allen Entscheidungen am meisten geholfen und zwar sowohl in Pro als auch Contra Fragen. Viele Ideen lagen in meiner Schublade, aber meist hat das Bauchgefühl nicht richtig mitgespielt. Und alles, womit ich mich nicht 100% wohlfühle, wird dann auch nicht gemacht. Fertig.

 

AKZEPTIERE FEHLENTSCHEIDUNGEN

Es ist anstrengend und zeitraubend: mit Dingen oder Entscheidungen zu leben, die einem im Nachgang nicht gut tun oder sich schlichtweg als falsch herausgestellt haben. Ich weiß zum Beispiel von vielen Bräuten, die sich noch recht spontan und alleine (!) für ein anderes Brautkleid entschieden haben, weil sie sich in der ersten Version nicht erkannt haben. Einen Fehler einzugestehen und ihn dann in etwas besseres zu verwandeln, finde ich groß, denn man Ende zählt eins: dass man sich wohl fühlt. Alles andere zieht einen Rattenschwanz an Unbehagen mit, der einem wie ein Klotz am Bein hängt.

Das gilt auch für’s Business. Es gibt viele Entscheidungen, die sich am Anfang gut angefühlt haben, aber später einfach nicht funktionieren oder mit denen man nicht mehr warm ist. Dann ist der Zeitpunkt, um offen und ehrlich Adios zu sagen.

 

LEGE DIE PERFEKTION AB

Dieser Punkt fiel mir von allen am schwersten, denn ich bin eine Ober-Perfektionistin. Aber, ich habe über die Jahre gelernt, dass ich viele Dinge zu perfektionistisch betrachtet habe. Natürlich ist es mir wichtig, dass mein Blog für mich perfekt ist. Das Style Shoots die ich mache perfekt sind. Dass mein Tagesablauf perfekt organisiert ist. Dass einfach alles perfekt läuft. Aber… Perfektion steht einem auch oft im Weg und bremst aus. Als ich mit Frieda Therés angefangen habe, habe ich mit einem 40$ WordPress-Theme begonnen. Ich habe ewig gesucht, denn keins war für mich so richtig „perfekt“. Bis ich den perfektionistischen Anspruch mal beiseite gestellt und einfach angefangen habe. Dann wurde alles nach und nach und vor allem ohne diesen perfektionistischen Druck im Rücken – und genau dann wurde es für mich perfekt!

Wichtiger ist für mich heute tatsächlich ein gutes Gefühl, eine Seite, die meine Leser gerne besuchen und ein Tagesablauf, der zu mir passt. Damit kann ich perfekt leben!

rosen

Fotos: Sandra Socha

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